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Die Rasse |
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Der Australian Terrier
ist ein echter
Australier. Englische Einwanderer brachten im vorigen Jahrhundert ihre kleinen
Terrier mit in das harte Land. Dort konnten nur gesunde und robuste Hunde
überleben, denen die große Hitze, die nächtliche Kälte und plötzliche Regenfälle
nichts ausmachten.
Die Hunde mußten sich selbst ernähren und bekämpften damit die reichlichen
Mäuse, Ratten und Kaninchen. Auch hüteten sie in Gruppen die großen Schafherden,
indem sie geschickt über deren Rücken liefen, ebenso konnten sie Rinder treiben
und konnten mit ihrem auch noch heute typischen Sprung, sich blitzschnell um die
eigene Achse drehend, den gefährlichen Hörnern ausweichen.
Anfangs wurden die Hunde noch nicht gezielt, sondern mehr auf ihre
Gebrauchseigenschaften gezüchtet. Es gibt daher auch keine ersten
Zuchtaufzeichnungen. Sicher ist aber, daß die alten Terrierrassen Schottlands
und Nordenglands, Scotch Terrier, Black and Tan Terrier (beide ausgestorben),
der Cairn, Skye, der Dandie Dinmont und sicher noch andere Terrierrassen, an der
Formung des Australian Terriers beteiligt waren.
Bereits 1870 wurden die ersten rauhhaarigen Black and Tan Hunde ausgestellt, und
ab ca. 1890 wurden sie erstmals als Australian Terrier bezeichnet (in Kurzform
auch Aussie genannt), was ein großes Kompliment für diesen Hund war.
Der Australian Terrier ist ein kleiner (zirka 26 bis 27 Zentimeter Schulterhöhe
und zirka sechs bis sieben Kilogramm schwer) niederläufiger Hund, der deutlich
länger als hoch sein sollte. Aussies sind lebhafte, intelligente, fröhliche und sehr
anhängliche Hunde. Sie sind klein von Statur, aber groß im Herzen und ihrer
Familie sehr zugetan. Ja, sie sind ausgezeichnete Familienhunde, und ihre Liebe
zu Kindern ist geradezu sprichwörtlich. Sie hüten und beschützen sie, und immer
ist das Spiel dem Alter der Kinder angepaßt. Diese Rasse ist überhaupt
unglaublich instinktsicher und man kann sich hundertprozentig auf sie verlassen.
Und sie passen auch sehr gut auf; das Gehör ist stark entwickelt. Sie hören
wahrlich die Flöhe husten, ohne kläffig zu sein, und man fühlt sich sehr gut
beschützt.
Der Jagdtrieb ist noch vorhanden, aber der Hütetrieb ist meist stärker, und sie
bleiben in Feld und Wald meist in Sichtweite. Natürlich muß man sie erziehen,
denn die Jugendzeit ist sehr stürmisch. Aber sie sind leicht lenkbar - mit Liebe
und Geduld bei entsprechender Konsequenz.
Die Haarfarbe ist blue and tan, also die Decke ist blau, Läufe, Kopf und Kragen
sind lohfarben. Es gibt sie auch in einfarbig rot oder sandfarben. Typische
Merkmale sind der hellere weiche Haarschopf (topknot), der ausgeprägte "Kragen",
eine über den Nasenrücken hinauslaufende Ledernase und ein intensives Ohrenspiel
mit sprechendem Gesichtsausdruck.
Aussies haben hartes und pflegeleichtes Deckhaar mit wenig Unterwolle und müssen
nur regelmäßig gebürstet und je nach Typ etwas gezupft werden. Auch ein Showhund
hat nur wenig mehr Aufwand.
Australian Terrier können auch in einer kleinen Stadtwohnung gehalten werden,
brauchen allerdings relativ viel Auslauf. Ihr Sozialverhalten ist besonders
ausgeprägt, und man kann sie gut zu mehreren halten; sie vertragen sich auch
sehr gut mit anderen Hunden und Tieren.
Liebevolle Aufzucht in der Familie, niemals im Zwinger, machen diesen Hund zu einem langlebigen, gesunden und wesensfesten Menschenfreund, den man nicht mehr missen kann und ihre Besitzer sagen: "Einmal ein Aussie, immer ein Aussie - besser noch sind zwei Aussies!"